Im Trentino Im Trentino

Braunbären lebten in den Alpen lange vor den Menschen. Vor allem ab dem hohen Mittelalter drängten sie die Bären in die Bergwälder zurück, als der Siedlungsausbau einsetzte. Im späten 19. Jh. waren die Bären sehr stark zurückgedrängt. Die Verwaltung des österreichisch-ungarischen Kaiserreichs setzte auf jeden getöteten Bären ein Kopfgeld aus. Nach der Eingliederung Trentinos ins Königreich Italien wurde die Prämie abgeschafft, bis 1939 blieb die Jagd auf Bären legal. Die Bären in Italien drohten auszusterben, daher beschloss die faschistische Regierung 1939 alle Bären unter Schutz zu stellen. Es gibt Belege, dass zwischen 1935 und 1971 mindestens 29 Bären erlegt wurden, wahrscheinlich sind die Zahlen an Wilderei wesentlich höher. Im Trentino Anfang der 1990er Jahre hatte sich eine geschrumpfte Population halten können, beschränkt auf den ziemlich abgelegenen Naturpark Adamello Brenta. Das Forschungsinstitut ISPRA (Istituto Superiore per la Protezione e la Ricerca Ambientale) untersuchte, ob dieser Lebensraum geeignet wäre, eine lebensfähige Bärenpopulation zu erhalten, also 40 bis 60 erwachsene Bären. Das Ergebnis der Studie war positiv. Anschließend begann ein Wiederansiedlungsprojekt, das die Europäische Union finanzierte: Über das Projekt Life Ursus übersiedelten zwischen 1999 und 2002 zehn Braunbären von Slowenien ins Adamello-Brenta-Gebiet, sieben weibliche und drei männliche Bären. 2014 führte der Bärenbericht des Amtes für Fauna der Provinz Trient 41 bis 51 Bären an, dazuzurechnen sind die Jungen, die 2014 geboren wurden, aber nur ein Teil dieser Jungbären wird überleben, daher ist es schwer, genaue Zahlen anzugeben.

Das Projekt Life Ursus Das Projekt Life Ursus

LIFE bezieht sich auf Projekte, die die Europäischen Union zur Erhaltung von geschützten und gefährdeten Tierarten beschließt, 1996 begann ein LIFE-Projekt zum Braunbären, das von der Provinz Trentino koordiniert wurde.

Daher wird es LIFE Ursus genannt. Anlass für das Projekt stellte der kleine Restbestand an Braunbären dar, der in den Gebirgswäldern zwischen Brenta und Adamello in den 1990er Jahren noch vorhanden war, nur hier hatten die Bären des zentralen Alpenraums den drastischen Rückgang der Bärenpopulation und die Ausrottung überlebt.

Diese Restpopulation sollte vor dem Aussterben bewahrt werden, indem zehn Braunbären aus Slowenien in den Naturpark Adamello Brenta überstellt wurden.

rapporto orso rapporto orso

Il Servizio Foreste e Fauna, della Provincia Autonoma di Trento rilascia dal 2007 un dettagliato documento annuale chiamato "Rapporto orso" sulla presenza dell'orso e le attività di gestione.

Leggi il Rapporto orso 2014.

Leggi il Rapporto orso 2015